Keine wirklich positive Botschaft am Ende des Monats.
In Großbritannien soll es Universitäten, Bibliotheken, Cafés, usw. untersagt werden, einen WLAN (Wireless Local Area Network) / WiFi – Hotspot anzubieten.
Grund dafür ist das die Betreiber, einem neuen Gesetz zufolge, verantwortlich für eventuelle Urheberrechtsverletzungen der Nutzer sind.
Und ein solches Risiko will und kann kein Betreiber eingehen.
Dies ist ein beachtlicher Rückschritt für die Entwicklung des freien, mobilen Internets in Großbritannien.
Inwieweit die Regierung Änderungen und eventuelle Ausnahmen diskutieren und ausarbeiten wird, bleibt abzuwarten.
Die schwedische Firma TAT – The Astonishing Tribe hat eine Anwendung vorgestellt, mit der eine Zukunftsvision wahr wird: Die automatische Gesichtserkennung.
Wird das Handy vor einer Person gehalten und deren Gesicht mit dem Sucher anvisiert, wird diese erkannt.
Dem Nutzer werden sämtliche Informationen angezeigt, die im Netz gefunden werden, bsp.: Facebook Profil, Twitter Account, etc.
Visuell erklärend ist dieses kurze Einführungsvideo:
Um es mit den Worten Dan Gärdefors, Leiter der Forschungsgruppe User Experience bei TAT zu sagen:
„Wir fanden, dass eine Kombination aus dem Kennenlernen neuer Menschen in der realen Welt mit dem Kennenlernen im Internet ziemlich interessant sein könnte.“
Bislang kann man das Programm nur mit Smartphones auf Android-Basis nutzen, die eine 5 MP-Kamera integriert haben.
Aber dies ist auch erst der Anfang.
Einem Report von Juniper zufolge sollen im Jahr 2014 Location-Based Services wohlmöglich $12,7 Milliarden einbringen.
Bei diesen Services und Anwendung wird die Information relevanter, da die Position, also wo die Person sich aufhällt, eine Rolle spielt.
So kann man der Zielgruppe nicht nur nützliche Angaben zu Produkten und Dienstleistungen anbieten, sondern diese auch zu den Geschäften, Läden, etc. bringen, die in der Nähe sind.
In einer Studie, die im Science Magazins veröffentlicht wurde, haben Forscher herausgefunden, dass anhand von Daten, die Service Anbieter bereitgestellt hatten, Bewegungsabläufe zu 93% korrekt vorhergesagt werden können.
Daten werden bsp. aufgezeichnet, wenn man einen Anruf tätigt, eine SMS verschickt, usw.
Die Verbindung, die zur nächsten Funkstation aufgebaut wird, ermöglicht es die Position des Anrufers festzustellen.
Wenn bereits diese Daten ausreichen, um die Bewegungsabläufe und Gewohnheiten von Personen zu bestimmen, wird dies in Zukunft noch auf weitere Bereiche ausgeweitet werden können.
Was dies jedoch vorerst für das mobile Web bedeutet, wäre die Möglichkeit Datenaufkommen und Datenbedarf vorauszusagen, um somit bsp. Rechen- und Netzleistung effektiv bereitzustellen.
Eric Schmidt, der Chef von Google hat auf dem Mobile World Congress bekannt gegeben, dass man dem Thema „Mobile“ bei Google höchste Aufmerksamkeit schenkt. Das Ende der stationären PC-Ära verkündete er gleich mit.
Einer der Gründe für die neue Unternehmensstrategie ist, dass u.a. festgestellt wurde, dass viele Suchanfragen, oftmals aus Entwicklungsländern, von mobilen Endgeräten wie Smartphones kommen.
Natürlich hat das mobile Web viele weitere Vorteile. Worauf es in Zukunft ankommt, wenn man in diesem Geschäft bestehen will, wurde von Schmidt bereits definiert:
Rechenleistung
Konnektivität
Cloud Computing
Ich berichtete bereits im Oktober, dass man bei Google auf die Cloud setzten wird.
Damit wird es möglich sein, das Potential von Handys und Smartphones enorm zu steigern.
Durch die Cloud muss das mobile Endgerät nicht selbst die Leistung erbringen, denn diese wird von der Cloud zur Verfügung gestellt. Somit können verschiedene Dienste und Funktionen angeboten werden, wie bsp. Google Earth.
Ein Dienst, der kurz skizziert wurde, hat mich besonders beeindruckt: Spracherkennung. Und damit ist eine Art Echtzeit-Spracherkennung gemeint. Die Rechenleistung der Cloud, in der tausende Prozessoren und Geräte verbunden sind, wird es ermöglichen, dass man mit einer Person, deren Sprache man nicht beherrscht, telefoniert, während das Gespräch gleichzeitig übersetzt wird.
Wann dies Realität wird, kann man jetzt noch nicht sagen. Aber es wird kommen.
Diese sogenannte SIM-Fi-Karte, die von Sagem Orga und Telefonica entwickelt wurde, ermöglicht jeglichen Notebooks und Handys als WLAN-Hotspot zu funktionieren.
Der Vorteil hierbei ist, dass man mit seiner SIM-Karte, die man ohnehin mit sich trägt, immer und überall eine Internetverbindung hat.
Ob sich dieses Konzept durchsetzt, wird sich zeigen.
Bei der rasenden Geschwindigkeit, mit der sich das mobile Web entwickelt, stellen sich Gewinner bzw. Verlierer schnell heraus.